Abo-Falle

Was tun, wenn sich Inkasso-Unternehmen oder Rechtsanwälte für den Betreiber der Abo-Falle einschalten?

Abo-Falle

Beitragvon Fotofan19 » Do 17. Mär 2011, 17:55

Hallo,
auch ich bin in eine Abo-Falle rein geraten. Hatte mich bei der Firme "Elite-Partner" angemeldet... vorher die AGB's gelesen, las dort, dass man ein Rücktrittsrecht innerhalb von 14 Tagen hat. Nach nicht einmal einer Woche schrieb ich, dass ich die Mitgliedschaft nach dem ersten Monat beenden möchte. Habe wohl das falsche Wort angewendet. Jedenfalls habe ich nun auch schon Schreiben vom Anwalt und Inkasso-Büro bekommen und nun wird weiter gedroht. Ich finde es ja schon merkwürdig,dass man bei einer Partnervermittlung ein Abo für ein Jahr abschließen muss. Vorher war ich 2 anderen, auch jeweils für einen Monat und da ging die "Kündigung" reibungslos.
Gruß Fotofan19
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Re: Abo-Falle

Beitragvon EVZD-ASW » Mo 28. Mär 2011, 13:33

Hallo, tatsächlich hätten Sie innerhalb von vierzehn tagen (gerechnet ab Erhalt der Widerrufsbelehrung) Ihr gesetzliches Widerrufsrecht ausüben können. Dann hätte der Anbieter allerdings die Leistungserbringung sofort eingestellt. Da Sie die Dienstleistungen noch über einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen wollten, ist der Anbieter von einer Kündigung zum nächstmöglichen Termin ausgegangen. Die Kündigungsbedingungen können in den AGBs des Anbieters geregelt werden. Es ist daher grundsätzlich möglich, eine einjährige Vertragslaufzeit zu vereinbaren. Bei der Wahl eines Anbieters sollte auch dieser Gesichtspunkt berücksichtigt werden. Bitte beachten Sie, dass einige Anbieter in ihren AGBs vorschreiben, dass die Kündigung in Schriftform mit Unterschrift erfolgen muss. Eine Kündigung via E-Mail wird dagegen nicht akzeptiert. Es ist jedoch fragwürdig, ob so eine Klausel wirksam ist, da man sich auch elektronisch, also ohne eigenhändige Unterschrift, anmelden kann.
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Re: Abo-Falle

Beitragvon Richter Christian » Sa 9. Apr 2011, 14:38

Hi,

ich bin auch erst vor kurzem gleich in mehrere Abo-Fallen getappt. Aus den vermeidlich geschlossenen Verträgen mit mir, wurden dann Gebühren fällig. Diese wurden mir per E-Mail kurzerhand mitgeteilt.
Daraufhin habe ich per E-Mail den Vertrag sowie den Lastschrifteinzug widerrufen, weil ich mir da erst bewusst geworden bin, dass offensichtlich derartige Verträge mit mir geschlossen wurden.
Bei meiner Bank habe ich dann die Vertragsgebühren zurückbuchen lassen, da diese schon eingezogen waren.

Eine Woche später, Post von gleich mehreren Anwaltskanzleien (außergerichtliche Mahnungen, Androhung des gerichtlichen Mahnverfahrens usw.).
Da ich mich mit dem Zivil- und Zivilprozessrecht ein wenig auskenne, habe ich sogleich die jeweiligen Kanzleien angeschrieben. Unter anderem habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass bei der Schließung solcher Verträge der wirkliche Wille der beteiligten Vertragsparteien maßgebend ist und das die Verträge gar nie rechtswirksam zustande gekommen sind. Darüber hinaus habe ich noch ein Wörtchen über die eventuell folgenden strafrechtlichen Konsequenzen verloren, wenn eine Weiterbestreitung der Vertragsansprüche stattfindet.

Und siehe da, keine Post mehr von den Anwaltskanzleien und Inkassobüros. Das ist jetzt mittlerweile schon 3 Monate her. Lediglich ein Betreiber einer solchen Abo-Falle hat mir vor etwa zwei Monaten noch einmal eine Zahlungsaufforderung per E-Mail zukommen lassen. Diese habe ich natürlich sofort und unbeantwortet in meinen Papierkorb verschoben. :)

Entsprechende Musterschreiben kann ich gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von 5 EUR per Post oder per E-Mail versenden, wenn jemand so etwas brauchen sollte. Also wer bedarf hat, kann mich ja deshalb einfach mal anschreiben.

Schau, Richter Christian
Zuletzt geändert von admin am Mo 11. Apr 2011, 11:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: sichtbare E-Mail-Adresse entfernt
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